HighlightsEhrenamtliche Tätigkeit & LLLProjekt RIVERDownloadsKontakt
    Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Mitteilung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

    Highlights

    Freiwilligenarbeit macht kompetent, aber oft fehlt der Nachweis!

     

    EU-Konferenz über den Kompetenzerwerb in der Freiwilligenarbeit

    In der Freiwilligenarbeit werden nicht nur Erfahrungen gemacht, die das Leben prägen sondern auch Kompetenzen, Qualifikationen und Kenntnisse erworben, die eine Brücke zum Arbeitsplatz schaffen. Mit dem neuen europäischen Nachweis RIVER können diese Kompetenzen sichtbar gemacht werden. Einen Einblick in die RIVER-Methode bot die europäische Konferenz „Lernpotenziale in der Freiwilligenarbeit erkennen und nutzen“, die am 12. November in Wien stattfand.

    Europäischer Nachweis über freiwillige Tätigkeit

    Im Mittelpunkt der Freiwilligenarbeit stehen soziale Kompetenzen, also Stärken, die schwer auf Papier zu bringen sind. Doch dieser Kompetenzen müssen sich Freiwillige erst einmal bewusst werden. Mit dem europäischen Nachweis RIVER können erworbene Kompetenzen aus der Freiwilligenarbeit aufgezeigt werden. Die RIVER-Bewertungsmethode steht Institutionen und Netzwerken, die ehrenamtliche Tätigkeiten organisieren, als Managementwerkzeug zur Verfügung.

     

    Konferenz: Lernpotenziale in der Freiwilligenarbeit erkennen und nutzen

    Die demografische Entwicklung und die zunehmende Zahl älterer Menschen in Europa machen die Schaffung von Möglichkeiten für die aktive Teilnahme älterer Menschen an der Gesellschaft wichtiger als je zuvor. Welchen Beitrag Freiwilligenarbeit als Strategie des aktiven Alterns und der Kompetenzerweiterung leisten kann ist Fokus der Europäischen Konferenz:

    Lernpotenziale in der Freiwilligenarbeit erkennen und nutzen

    Freiwilligenarbeit wird bei dieser Konferenz aus einer intergenerationalen Perspektive beleuchtet und der Frage nachgegangen, wie Kompetenzentwicklung von freiwillig Tätigen jeden Alters bewertet werden kann. Am Nachmittag können Sie im Rahmen von Workshops die RIVER-Methode näher kennenlernen. Diese Methode wurde im EU-Projekt RIVER weiterentwickelt und ist ein Bewertungssystem, mit dem Lernergebnisse von freiwillig Tätigen entwickelt, dokumentiert und anerkannt werden können.

    Wann: 12. November 2013, 09.30-16.00 Uhr,

    Wo: Dachsaal Wiener Urania, Uraniastraße 1, 1010 Wien

    Programm:

    ab 09.30 Uhr

    Registrierung

    10.00 - 10.30 Uhr

    Begrüßung und Eröffnung
    Mag. Holger Bienzle, Leitung bridges to europe & Wirtschaftsförderungen Mag. Gabriele Sprengseis, MSc, Leiterin Forschungsinstitut des Roten Kreuzes & Ausbildungszentrum des Wiener Roten Kreuzes

    10.30 - 11.15 Uhr

    Impulsvortrag 1: Bewertung und europäischen Perspektive Aufwertung sozialer Kompetenzen aus einer europäischen Perspektive
    Mag. Udo Bachmayer, Nationale Koordinierungsstelle für d en NQR in Österreich, Nationalagentur Lebenslanges Lernen

    Impulsvortrag 2: Welchen Beitrag leistet freiwillige Tätigkeit zum Aktiven Altern?
    Dr. Elisabeth Hechl, Stv. Leiterin Abt. Grundsatzangelegenheiten der SeniorInnen- und Freiwilligenpolitik, BMASK

    11.15 - 11.45 Uhr

    Kaffeepause

    11.45 - 12.30 Uhr

    Kompetenzvalidierung in generationsübergreifender Freiwilligenarbeit – Erfahrungsbericht aus dem EU‐Projekt RIVER
    MMag. Maren Satke, Projektmanagement & Consulting, bridges to europe

    Round Table: Herausforderungen der Bewertung von Kompetenzentwicklung (EN)
    RIVER‐ProjektpartnerInnen

    12.30 - 13.00 Uhr

    Kompetenzen für ehrenamtliche Tätigkeit nutzen – Grundtvig Projekte SLIC I und II
    Mag. Charlotte Strümpel und Mag.(FH) Cornelia Hackl, Gesundheit und soziale Dienste, Österreichisches Rotes Kreuz

    13.00 - 14.00 Uhr

    Mittagspause

    14.00 - 15.30 Uhr

    Workshops  ‐ geplante Themen:

    • Workshop 1: Einblick in die RIVER-Methode - Anwendungsperspektiven im Kontext der Freiwilligentätigkeit
    • Workshop 2: Welche Bewertungsmethode für welche Zielguppe?
    • Workshop 3: Perspektiven zur Bewertung und Zertifizierung von Kompetenzerwerb in der Freiwilligkeit (in englischer Sprache)

    15.30 - 16.00 Uhr

    Abschlussrede

    Für eine kostenlose Anmeldung senden Sie bitte ein E-Mail an Maren Satke m.satke@dieberater.com. Anmeldeschluss ist der 05. November 2013. 

    Wir freuen uns, Sie bei der Abschlusskonferenz des EU-Projekts RIVER zu begrüßen!

     

    RIVER Pilotprojekte

    In Österreich wurde die RIVER Methode in vier verschiedenen Settings getestet:

    In einer Nachmittagsbetreuung für 6-15-jährige, in der ältere Freiwillige als LernhelferInnen tätig sind; in einem Projekt des sozialen Wohnbaus, in dem die BewohnerInnen an Maßnahmen der Gesundheitsförderung arbeiten, um später GesundheitsberaterInnen zu werden; in einem internationalen Schulprojekt, das SchülerInnen (im Alter von 15 - 19) mit Hilfe von pensionierten UnternehmerInnen oder ManagerInnen, Unternehmertum und Selbständigkeit näher bringen sollte; in einer Pfadfinderorganisation, in der ältere Ehrenamtliche in verschiedensten Bereichen, wie z.B. Organisation der lokalen Pfadfinderaktivitäten, Verwaltung,  Veranstaltungsmanagement mithelfen. 

    Die finnische Partnerorganisation testete die RIVER Methode in zwei sehr unterschiedlichen Kontexten. Das erste Projekt beinhaltete den Aufbau eines Netzwerks für ZuwandererInnen, die bereits als UnternehmerInnen tätig waren oder die ihr eigenes Unternehmen gründen wollen. Zwei Personen, die für den Aufbau und den Start des Netzwerks verantwortlich waren, wurden beschäftigt: ein Unternehmer im mittleren Alter, der die Geschäftswelt sehr gut kennt und ein junger Unternehmer, der mit der modernen Techniken sozialer Netzwerke sehr gut vertraut ist. Das zweite Projekt fand während eines 2-tägigen großen Kulturfestivals in Helsinki statt. Die Freiwilligen halfen hier bei der Vorbereitung des Informationsstandes und den Präsentationsaktivitäten einer lokalen gemeinnützigen Organisation.

    In Deutschland wurde die RIVER Methode in vier unterschiedlichen Projekten getestet: in einem Sportverein, in dem der 70-jährige ehrenamtlich tätige Präsident sein Amt an einen jüngeren Mann, ebenfalls ehrenamtlich tätig, übertrug; in einer Kommune, in der Menschen verschiedener Altersgruppen einige Wochen gemeinsam arbeiten und leben; bei der Freiwilligen Feuerwehr; sowie in einem Altersheim in Göttingen, in dem viele Aktivitäten von Freiwilligen unterstützt oder direkt organisiert werden.

    In Ungarn wurde die RIVER Methode in einem kulturellen Austauschprojekt zwischen Ungarn und Deutschland mit älteren Freiwlligen erprobt. Im rahmen diese Projektes ging es darum, zu fotografieren und dann gemeinsam mit StudentInnen eine Fotoausstellung zu organisieren. Eine weitere Aufgabe für die Teilnehmenden des Austauschprogrammes bestand darin, der lokalen Bevölkerung des Gastlandes die Kultur der eigenen Heimat näher zu bringen.

    Die italienische Partnerorganisation, die als Netzwerk verschiedener ehrenamtlicher Organisationen fungiert, testete RIVER in 2 Projekten ihrer Mitgliedorganisationen: Das erste Projekt war ein Training, das für Freiwillige aller Altersgruppen angeboten wurde und vor allem aufzeigen sollte, wie sich die Mischung aus laufender Freiwilligentätigkeit gepaart mit den Kenntnissen und Erfahrungen älterer Ehrenamtlicher im positiven Sinne auf die Arbeit der ehrenamtlichen Organisation auswirken kann. Das zweite Projekt war ein internationaler Austausch für Freiwillige der Altersgruppe 50 plus, die die Möglichkeit erhielten, verschiedene Sozialkompetenzen zu erlernen und ihre Lernerfahrungen mit jungen TrainerInnen und TutorInnen zu teilen.

    3. Projektmeeting und Pilot-Workshop in Rom, November 2012

    Vom 7.-9. November 2012 fanden sich die RIVER Partner in Rom zum 3. Projektmeeting ein. Gastgeber waren die beiden italienischen Partner CSVnet und Lunaria, die gleichzeitig auch die OrganisatorInnen des RIVER Pilot-Workshops waren, der in Kombination mit dem Meeting stattfand. Der Workshop diente als wichtiges Element der Vorbereitung der Pilotphase. ProjektpartnerInnen und Mitglieder europäischer Freiwilligennetzwerke wurden in der RIVER Methode geschult und in der Planung ihrer Pilotprojekte unterstützt.

     

    Projektmeeting und LEVEL5 Trainingsworkshop in Göttingen

    Während des zweiten RIVER Projektmeetings ging es vor allem darum, allen ProjektpartnerInnen eine gemeinsame Basis für die Anwendung der LEVEL5 Methode zu vermitteln.

    Während im eintägigen Projektmeeting zu Beginn, strategische Fragen und die weitere Vorgangsweise in der Projektarbeit besprochen wurde, stand im darauffolgenden Training die praktische Arbeit mit LEVEL5 im Mittelpunkt. An dem Trainingsworkshop nahmen nicht nur PartnerInnen des RIVER Projektes teil, sondern PartnerInnen und Mitwirkende unterschiedlicher EU-Projekte und Netzwerke. Organisiert wurde der Workshop von REVEAL, einem Zusammenschluss  verschiedener EU-ProjektträgerInnen, welche LEVEL5 in Projekten und Aktivitäten einsetzen und verbreiten.

    Die bunte Mischung der TeilnehmerInnen aus verschiedenen Arbeitsfeldern und mit unterschiedlichen Erfahrungswerten im Einsatz von LEVEL5 ermöglichte zielgerichtetes Arbeiten sowie einen inspierenden Erfahrungsaustausch.

    Kick off meeting – 16.-17. Februar 2012 in Wien

    Das erste RIVER Projektmeeting stand ganz im Zeichen des gegenseitigen Kennenlernens – darüber hinaus wurden die einzelnen Projektphasen gemeinsam geplant.  


    Projektziele und –rollen wurden geklärt, ein gemeinsamer Projektplan erstellt. Das Projekt RIVER startet mit einer Forschungsphase, in der Erfahrungen aus früheren Projekten mit dem Thema “Freiwilligenarbeit von SeniorInnen” und dem Einsatz von LEVEL5 in EU-Projekten dokumentiert werden.


    Das zweite RIVER Projektmeeting findet von 29.-31. Mai in Göttingen statt und wird in Kombination mit einem internen LEVEL5 Training organisiert.